Mit der richtigen Mitarbeitermotivation

Der Kündigungswelle zum Jahreswechsel entgegenwirken

Jedes Unternehmen kennt dieses unangenehme Phänomen der dunklen Jahreszeit. Jahresende, neue Vorsätze, Unzufriedenheit und der Drang nach Veränderungen. In den Wintermonaten gehen in den Personalabteilungen richtige Kündigungswellen ein, die im neuen Jahr zu erheblichen personellen Problemen führen. Hauptgrund für dieses Phänomen ist die oftmals zu wenig wertgeschätzte Mitarbeitermotivation eines Unternehmens. Laut einer Studie zum Thema „Wie zufrieden Angestellte mit ihrem Arbeitsplatz sind“ beantworteten über 60 % diese Frage eher negativ. Sie würden höchstens einmal im Monat für gute Leistung gelobt werden. Kritik falle jedoch im Vergleich schneller und härter aus. Wertschätzung ihrer Arbeit würde vielen Mitarbeitern schon als Anerkennung ausreichen und es müsste nicht immer gleich die Gehaltserhöhung sein. Eine angemessene Mitarbeitermotivation bzw. glaubhaftes und ehrliches Lob eine weitere entscheidende Komponente für ein gutes Betriebsklima – neben dem richtigen Umgang mit Fehlern und Kritik. Denn wenn alle Leistungen der Mitarbeiter als selbstverständlich angesehen werden, werden diese sich eines Tages nicht mehr anerkannt fühlen. Die Folge kann ein Abfallen der Leistungsintensität sein oder auch eine innere Kündigung, der schließlich eine tatsächliche folgt und das meist zum Jahreswechsel. Um qualifizierte Mitarbeiter zu halten, sind daher weitere Soft Skills und eine ausgearbeitete Mitarbeitermotivation gefragt.

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, Mitarbeiter zu motivieren. Einige davon sind allerdings nicht unbedingt zielführend – insbesondere die extrinsische Motivation nicht. Mitarbeiter beispielsweise mit Bonuszahlungen zu locken, motiviert nicht nachhaltig. Es lässt darüber hinaus auch das Gefühl aufkommen, dass Sonderleistungen „gekauft“ werden. Das A und O der Mitarbeitermotivation sind Lob, nachhaltige Anerkennung und, dass Mitarbeiter sich lang anhaltend wohl an ihrem Arbeitsplatz fühlen.

Effektives Lob zur Mitarbeitermotivation

Das wichtigste Kriterium für effektives Lob ist Ehrlichkeit. Zudem sollte es sich auf konkrete, herausragende Leistungen beziehen. Andernfalls besteht die Gefahr, dass es von den Mitarbeitern nicht ernst genommen wird – wodurch sich auch der Mitarbeiter nicht ernst genommen fühlt und die Unzufriedenheit am Arbeitsplatz weiter steigt. Wichtig ist auch, dass es emotional vorgetragen wird, damit der Mitarbeiter die echte Begeisterung für die Leistung spürt. Ein Lob vor anderen stärkt ebenfalls den Eindruck, dass es aufrichtig gemeint ist. Darüber hinaus sollte Lob weder viel häufiger noch viel seltener als Kritik erfolgen. Ein ausgewogenes Verhältnis von beidem trägt am besten zur Mitarbeitermotivation bei. Darüber hinaus sollte sich das Lob auf die persönlichen Stärken und Kenntnisse des Mitarbeiters beziehen. So wird es individueller und damit wirksamer. Den Mitarbeiter hierzu ins Büro zu bitten wirkt nachhaltiger als ein flüchtiges Lob im Vorbeigehen. Subtilere Formen des Lobs sind Dankbarkeit und die Bitte um Rat. Wenn der Vorgesetzte sich auf diese Weise an den Mitarbeiter wendet, erkennt er an, dass dieser in bestimmten Bereichen über ein solideres Wissen verfügt. Nachhaltiges Lob besteht nicht nur aus Worten: Taten können die Wirkung verstärken. Ein, vom Vorgesetzten gesponsertes, Abendessen mit dem Lebenspartner oder Freikarten für Veranstaltungen zeigen, dass die Leistungen wirklich anerkannt werden. Diese Geste besagt, dass der Vorgesetzte an einem privaten Ausgleich für die beruflichen Anstrengungen interessiert ist – und nimmt so den Mitarbeiter als ganzen Menschen und nicht nur als Arbeitskraft wahr.

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