Langfristig den Erfolg eines Interim Managers sichern – Ein Statement

Interim Manager führen oft grundlegende Veränderungen in Unternehmen ein. Mindestens genau so wichtig für ein gelungenes Changement ist es allerdings, diese neuen Prozesse und Werte auch nach dem Einsatzende dauerhaft weiter im Unternehmen zu verankern und zu leben.

Hierzu hat die von uns sehr geschätzte Interim-Management-Kanzlei Bürkle, Scharunge + Partner ein sehr interessantes Positionspapier veröffentlicht, welches ich  hiermit in voller Länge vorstellen möchte:

(Zitat:)

Zu kurz gedacht: Warum Interim Manager und Unternehmen mehr auf dauerhaften Erfolg achten müssen

Interim Manager werden gerufen, wenn Veränderungen unumgänglich sind. Wenn die wirtschaftliche Situation Präzision und Expertise von außen erfordert. Das ist auch gut so. Doch was passiert nach dem Einsatz? Die Weichen dafür stellen Interim Manager und Unternehmen gemeinsam – ab dem ersten Tag des Einsatzes.

Die vier zentralen Forderungen von Bürkle, Scharunge + Partner:

1. Der Auftraggeber muss alle kritischen Entscheidungen mit treffen

Denn ob ein Interim Mandat nachhaltig erfolgreich ist, hängt maßgeblich auch vom Auftraggeber ab. Es gilt, ihn zu integrieren, auch wenn der operative Zeitdruck oft enorm ist und gerne Aufgaben an Interim Manager delegiert werden. Mit ihm gemeinsam einen Kurs zu besprechen und auch Klippen nach dem Mandat zu diskutieren.

2. Transparenz schaffen – trotz Schmerzen 

Denn Nachhaltigkeit betrifft das gesamte Unternehmen. Der größte Widerstand am Anfang vieler Projekte ist das Transparentmachen der aktuellen Situation und des anstehenden Kurses – ein Punkt, den Auftraggeber und Interim Manager gemeinsam angehen müssen. Dazu gehört auch, versteckte Widersprüche in Zielen aufzuzeigen und in Bezug auf das Projektziel aufzulösen. Keine einfache Aufgabe. Doch der Aufwand lohnt sich, Schmerz wandelt sich schnell in Begeisterung, wenn sich Zahlen verbessern und Wegstrecken gemeinsam zurückgelegt wurden. Das erzeugt konstante Motivation für die Zeit danach und sorgt für Nachhaltigkeit – bei Mitarbeitern wie Kunden.

3. Das mittlere Management überzeugen und begeistern

Voraussetzung dafür ist Einigkeit im Topmanagement zur Strategie. Das mittlere Management muss in die Pflicht genommen werden, sich einzubringen und den eingeschlagenen Kurs selbstständig voranzutreiben – und zwar ohne den Interim Manager als treibende Kraft. Spätestens, wenn der weg ist, zeigt sich dies sehr schnell. Dafür muss früh überzeugt werden, denn nur, wer alle Informationen kennt, kann sich für ein Ziel begeistern. Oder eben nicht – und dann braucht es aktive Auseinandersetzung mit Interim Manager und Unternehmensleitung.

4. Sich selbst überflüssig machen 

Oft gefordert, selten gemacht. Je schneller das Unternehmen alleine klarkommt, desto besser. Das bedeutet als Interim Manager, sich rechtzeitig an der Auswahl eines Nachfolgers zu beteiligen, Prozesse ausführlich zu beschreiben, und eine eingespielte Standardkommunikation zu etablieren zwischen allen wichtigen Beteiligten.

Welche Erfahrungen haben andere Interim Manager hier gemacht? Gern können Sie hier einen entsprechenden Kommentar hinterlassen.

Über die Interim Profis

Wir Interim Profis vermitteln erfahrene Interim Manager in vorwiegend mittelständisch geprägte Unternehmen, die aufgrund unterschiedlichster Faktoren aktuell nicht genügend Management – Ressourcen zur Verfügung haben…oder sich für einen befristeten Zeitraum in einem Projekt verstärken wollen. Wir sind branchenunabhängig und international tätig. Dabei stehen wir zu 100 % hinter unserem Firmenmotto: Schnell, fair und effizient!

Bei der Auswahl unserer handverlesenen Führungspersönlichkeiten ist uns Wissen, Erfahrung und nachweisbare Erfolge aus abgeschlossen Projekten besonders wichtig. Dafür bedarf es absoluter persönlicher Integrität,  maximaler Zielorientierung  und der Fähigkeit, konstruktiv im Team zusammen zu arbeiten. Somit arbeiten wir auch nur mit echten Interim Profis zusammen.

Ein Kommentar zu “Langfristig den Erfolg eines Interim Managers sichern – Ein Statement

  1. Zu Ihrem Artikel und den zitierten Kollegen kann ich nur JAIN sagen:

    Würden die Kundenunternehmen „entscheidungsfähig“ sein, bräuchten sie keinen IM. Richtet sich die Entscheidung aber darauf, den Weg „Interimer“ voll zu gehen und trotz beiderseits fehlender gegenseitiger Weisungsbefugnisse die Kompetenz des IM durch Übernahme der Entscheidungen durch den Kunden anzuerkennen – dann ja.

    Das kann und muss der IM durch klare, (möglichst) offene Information nach allen Seiten unterstützen. Wäre „Kommunikation“ bereits der Fall, hätten viele Kunden nicht die Probleme, in denen sie vor Einsatz des IM sind.

    Viele Firmen nehmen Entscheidung und Transparenz nicht erst, Führungskreise verstecken sich hinter Beratungsfirmen und deren Empfehlungen, zu deren Analyse – nicht Umsetzung – dann die eh belastete Belegschaft beitragen sollen.

    Nicht nur das Top- oder mittlere Management muss davon überzeugt sein – jeder Mitarbeiter muss das. Der Interim Manager kann da vorurteilsfrei und unbelastet an die „Verhärtungen“ zwischen Hierarchie-Ebenen und Beteiligten gehen – erfährt oft mehr als nur Interna – muss das Gehörte / Beobachtete analysieren und bewerten – in Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten, Prozesse für die und mit der Belegschaft umsetzen. Es nützt überhaupt nichts, noch einen Plan vom „Grünen Tisch“ an das „Volk darunter“ zu delegieren.

    Sich selbst überflüssig machen – das ist der Vorteil des IM (und sein Nachteil).

    Ich vergleiche IM gerne mit einer KFZ-Werkstatt: eine gute Werkstatt erkennt den wahren Fehler an meinem Auto, auch wenn ich evtl. falsche Symptome beschreibe, behebt ihn nachhaltig (und nach Abstimmung mit mir), so dass ich längere Zeit, und sicher nicht wegen dieses Problems die Werkstatt aufsuchen muss.

    Allerdings –
    so schön es auch ist, nach Jahren vom Kunden zu hören: Ihre Lösung für das Problem X am Standort Y funktioniert seither super – wir sind gerade dabei, ihr Modell für alle anderen Standorte nach und nach abzukupfern – Sie haben ja alles so gut dokumentiert.
    – Nein – kein Auftrag für mich als IM dafür nötig.
    Danke.

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