Innovation und Forschung 2018 - Langfristige Entwicklungen von Produktivität und Innovation

Letzte Woche haben wir Ihnen auf unserem Blog eine Komplettübersicht zur Thematik „Innovation und Forschung 2018" (mehr Infos HIER klicken) gegeben und dabei viele verschiedene Unterpunkte angerissen, die wir nun genauer darstellen wollen.

Diese Woche gehen wir näher auf die langfristigen Entwicklungen von Produktivität und Innovation ein. Während einige Expertinnen und Experten die Sorge äußern, dass in diesem verringerten Produktivitätswachstum eine Erschöpfung technologischer Potenziale und innovativer Ideen zum Ausdruck kommt, machen andere Verzögerungen im Diffusionsprozess der Digitalisierung dafür verantwortlich.

Sinkende Innovatorenquote

Die seit etwa 20 Jahren abnehmende Innovatorenquote Deutschlands und den meisten anderen europäischen Industrieländern wird von einigen Wirtschaftsexperten als Indiz dafür gesehen, dass parallel zum rückläufigen Produktivitätswachstum auch ein Rückgang der Innovationsaktivität stattfindet. Die Innovationsaktivität ist einer der wichtigsten Antreiber der wirtschaftlichen Produktivität eines Landes, welche somit mehr und mehr zurückgeht. Dieser messbare Rückgang der Innovatorenquote könnte auf verschiedene Ursprünge zurückzuführen sein. Naheliegend ist die Tatsache, dass sich die Innovationstätigkeiten auf immer weniger wirtschaftliche Akteure konzentrieren, die in stärker konzentrierten Märkten mit erhöhten Markteintrittsbarrieren agieren. Ob tatsächlich eine Verlangsamung der Innovationsaktivitäten oder vielmehr eine Konzentration vorliegt, kann derzeit von den Wirtschaftswissenschaftlern im Bereich Entwicklung und Innovation noch nicht abschließend beurteilt werden. Hierfür sind in Zukunft weitere Forschung und vor allem bessere Indikatoren erforderlich.

 

INNOVATION FÜR DEN WIRTSCHAFTLICHEN ERFOLG DEUTSCHLANDS

Die Expertenkommission betont, dass die Sicherung eines langfristigen Produktivitätswachstums auch die Nutzung radikaler Innovationen notwendig macht. Die Bundesregierung kann sich hier ihre Stellung zunutze machen und wichtigen Einfluss vor allem durch die Gestaltung des regulatorischen Umfelds nehmen.

 

  • Die Grundlagenforschung muss als wichtige Quelle radikaler Innovationen gesehen und gestärkt. Sie sollte zu keiner Zeit zugunsten der angewandten Forschung vernachlässigt werden, auch dann nicht, wenn diese kurzfristig zu erreichende Innovations- und Wachstumsbeiträge verspricht.
  • Innovationen können nur dann in großem Umfang produktivitätswirksam werden, wenn sie breite Anwendung in der Wirtschaft finden. Somit ist es wichtig, dass die Diffusion radikaler Innovationen und ihrer Folgeinnovationen durch geeignete Maßnahmen unterstützen werden.
  • Das regulatorische Umfeld muss sicherstellen, dass die ökonomischen Akteure neue technologische Chancen agil aufgreifen, radikale Innovationen generieren und sie an den Markt bringen können. Dafür bedarf es geeigneter Rahmenbedingungen, so z. B. im Wettbewerbsrecht, um neuen Akteuren einen barrierefreien Marktzugang zu ermöglichen und die Entstehung dominanter Unternehmen zu verhindern, oder auch im Finanzierungsbereich, um die Gründung und das Wachstum innovativer junger Unternehmen zu unterstützen.

Auch Unternehmen müssen sich in Zukunft Gedanken um Ihre langfristige Entwicklungen von Produktivität und Innovation machen. Hier it es sinnvoll zu Beginn einmal die verschiedenen Möglichkeiten des Unternehmens herauszustellen. Insbesondere, welche wirtschaftlichen Vorteile zu nutzen sind und welche Auflagen für eventuell anfallende staatliche Zuschüsse erfüllt sein müssen. Hierfür kann der Einsatz eines Interim Managers kostbar und wertschöpfend sein. Egal ob es darum geht, die rechtlichen Grundlagen zu klären oder aber ein bestimmtes Forschungsprojekt voranzutreiben.

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(Quelle: https://www.e-fi.de/fileadmin/Gutachten_2018/EFI_Kurzfassung_2018.pdf)