Das Mittelstandspanel der KfW: Jetzt mit Interim Managern Potenziale heben

Jährlich veröffentlicht die KfW mit dem Mittelstandspanel eine sehr gute Marktbetrachtung über die aktuelle Situation im deutschen Mittelstand.

Da unsere Interim Manager für den Mittelstand tätig sind, gehört das Panel jährlich zu unserer Pflichtlektüre.

Hier fasse ich für Sie einige der wichtigsten Inhalte und Erkenntnisse von 2015 zusammen und zeige die Prognosen für die zu erwartenden Ergebnisse für 2016:

Die eigene Finanzkraft ist stark wie nie

Insgesamt ist die Fremdfinanzierungsrate im letzten Jahr deutlich zurück gegangen. Dies liegt vor allem an dem gesunkenen Kreditzugang bei Klein- und Kleinstunternehmen. Aber auch die größeren Mittelständler greifen bei Investitionen auf ihre eigenen Finanzpolster zurück. In konkreten Zahlen ist das Volumen mit 105 Mrd. € bei den eigenfinanzierten Investitionen so groß wie noch nie. Das sind mit 53% erstmalig mehr als die Hälfte aller Investitionen, die der Mittelstand aus eigenen Mitteln stemmt. Zudem habe die Unternehmen – trotz des günstigen Zinsumfeldes – wenig Lust auf klassische Bankenfinanzierungen. Nur 510.000 KMU´s haben überhaupt Verhandlungen mit ihren Banken geführt.

Insgesamt ist aber die Investitionsrate laut dem Mittelstandspanel der KfW zu niedrig, um dauerhaftes Marktwachstum zu erreichen. Der Chefvolkswirt der KfW, Dr. Jörg Zeuner sagt dazu: „Die Hoffnungen auf ein kräftiges Investitionsplus im Mittelstand haben sich nicht erfüllt. Auch 2016 wird es nur einen geringen Schub geben, zu verhalten sind die Planungen der Unternehmen. Es braucht aber mehr Investitionen, um dauerhaft mit dem starken Arbeitsmarkt Schritt zu halten und produktiver zu werden. Bereits heute ist die Gesamtwirtschaft dem Mittelstand bei der Produktivität um das Vierfache voraus. Da klafft eine große Lücke, und die ist ganz klar die Achillesferse der mittelständischen Unternehmen".

Mittelstand insgesamt aber in sehr guter Verfassung

Insgesamt zeigen die Zahlen ein stabiles Umsatzwachstum von 3,3 %. Auch die Umsatzrenditen sind um 0,3% weiter leicht gestiegen. Bemerkenswert ist die durchschnittliche Eigenkapitalquote von nahezu 30 %. Historisch niedrig ist der Anteil an Unternehmen, die in den roten Zahlen stecken. Das ist sehr gut für die deutsche Wirtschaft, bedeutet aber weiterhin eine schwache Auslastung für alle Interim Manager, die auf „harte" Unternehmenssanierung und Insolvenzabwicklung spezialisiert sind. Es gibt zu wenig Projekte und zu starken Wettbewerb von Seiten der Insolvenzverwalter und Sanierungsberater, die selbst um das eigene Überleben kämpfen müssen.

Dieser Trends werden auch 2016 anhalten und die Wirtschaft insgesamt solide weiter wachsen. Der Treiber wird weiterhin die wachsende Binnenkonjunktur mit der Konsumfreude der Deutschen und der Wohnungsbau sein.

Und wie sieht es bei Internationalisierung der KMU´s und der Außenwirtschaft aus?

Insgesamt profitieren vor allem die größeren Mittelständler von den sich verbessernden Bedingungen in Europa und konnten ihre Performance im Auslandsgeschäft weiter verbessern. Die Folgen des Brexit werden vermutlich überschaubar bleiben. Insgesamt scheint das Tal somit durchschritten zu sein: Erstmals seit drei Jahren konnte wieder ein leichter Zuwachs im Außenhandel erzielt werden (+2,2 % auf 546 Mrd. EUR). Aber die kleineren und mittleren Unternehmen sind zurückhaltender bei der Internationalisierung geworden: Denn trotz Umsatzwachstum haben die internationale Verflechtung bei dieser Gruppe abgenommen. Mit 628.000 Unternehmen sind fast 100.000 Unternehmen weniger im Ausland aktiv als im Jahr 2014. Gerade hier könnten erfahrene Interim Manager unterstützen und internationale Marktpotenziale heben.

Mittelstand bleibt laut dem Mittelstandspanel der Jobmotor der deutschen Wirtschaft

Auch 2015 hat insgesamt die Zahl der Erwerbstätigen im Mittelstand weiter zugenommen und ist mit 29,5 Millionen Personen um rund 460.000 (= +1,6 %) gewachsen. Noch nie war der Anteil der KMU´s an der gesamtwirtschaftlichen Erwerbstätigkeit so groß wie heute. Er liegt aktuell bei 68,7 % ( = +0,6 Prozentpunkte). Bemerkenswert dabei ist, dass das gesamtwirtschaftliche Plus bei den Beschäftigungszahlen allein vom Mittelstand getragen wird. Denn demgegenüber haben sich die Beschäftigungszahlen im öffentlichen Sektor und in den Großunternehmen um rund 180.000 reduziert.2016 werden vermutlich im Mittelstand sogar erstmalig mehr als 30 Mio. Menschen tätig sein.

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