Ausgangssituation und Herausforderung
Ausgangssituation
Zum Projektstart war die neu geschaffene Supply-Chain-Organisation weniger als ein Jahr alt. Die tägliche Arbeit war stark von operativen Problemen und kurzfristigen Reaktionen geprägt. Eine vorausschauende Planung und Steuerung entlang der Wertschöpfungskette fand nur eingeschränkt statt.
Konkrete Herausforderungen
Die Analyse zeigte mehrere zentrale Handlungsfelder:
- permanentes Firefighting im Tagesgeschäft
- geringe Planstabilität
- fehlende Absatzplanung als zentraler Steuerungsprozess
- unklare Verantwortlichkeiten zwischen Entscheidern und Umsetzern
- mangelnde Prozessstandards
- unzureichende Stammdatenqualität
- geringe Transparenz über Bestände, Kapazitäten und Bedarfe
Zusätzlich arbeiteten verschiedene Bereiche mit unterschiedlichen Datengrundlagen und Reports, wodurch eine einheitliche Sicht auf die Unternehmensplanung fehlte.
Der entscheidende Erkenntnismoment
Eine der wichtigsten Erkenntnisse der Analyse war, dass nahezu jeder Mitarbeiter entlang der Supply Chain eigene Annahmen über zukünftige Absatzmengen traf und daraus operative Entscheidungen ableitete.
Da keine verbindliche Absatzplanung existierte, wurde praktisch jeder Mitarbeiter zum eigenen „Absatzplaner“ – mit entsprechend hohen Risiken für die gesamte Wertschöpfungskette.
Zielsetzung des Interim Mandats
Strategische Ziele
Ziel des Mandats war es, die neue Supply-Chain-Organisation nachhaltig zu etablieren und von einer reaktiven Arbeitsweise zu einer strukturierten, datenbasierten Steuerung weiterzuentwickeln.
Im Fokus standen:
- Verbesserung der Lieferfähigkeit
- Erhöhung der Planungsqualität
- Aufbau transparenter Prozesse
- Reduzierung von Ineffizienzen
- Schaffung einer einheitlichen Datengrundlage
Operative Aufgabenstellung
Der Auftrag umfasste insbesondere:
- Einführung eines professionellen Absatzplanungsprozesses
- Aufbau standardisierter Planungs- und Steuerungsroutinen
- Definition klarer Rollen und Verantwortlichkeiten
- Verbesserung der Stammdatenqualität
- Förderung der bereichsübergreifenden Zusammenarbeit