Aufbau einer operativen Steuerung und Einführung eines ganzheitlichen Projektcontrollings in einem Wohnungsbauunternehmen

Case Study

Ein börsennotierter Wohnungsbauträger befand sich im Rahmen eines Restrukturierungsprozesses vor der Herausforderung, Transparenz über Projekte, Prozesse und Kennzahlen herzustellen. Insbesondere an den Schnittstellen zwischen zentralen Funktionen und dezentralen Regionen fehlte es an klarer Steuerung und belastbaren Entscheidungsgrundlagen.

Durch ein umfassendes Beratungsmandat konnte eine neue Einheit zur operativen Steuerung aufgebaut, zentrale Prozesse entlang der Wertschöpfungskette neu strukturiert und ein nachhaltiges Projektcontrolling etabliert werden.

Unternehmensprofil

Branche und Marktumfeld

Das Unternehmen ist ein etablierter Akteur im Bereich Wohnungsbau und Projektentwicklung mit Fokus auf die Entwicklung und Realisierung von Immobilienprojekten in Deutschland.

Das Geschäftsmodell ist geprägt durch komplexe Projektstrukturen, lange Entwicklungszyklen sowie die enge Verzahnung verschiedener Fachbereiche entlang der Wertschöpfungskette.

Unternehmensstruktur

Die Organisation ist dezentral in Regionen aufgebaut, ergänzt durch zentrale Funktionen wie Planung, Einkauf, Kalkulation, Vertrieb und Finanzen.

Die Zusammenarbeit zwischen diesen Einheiten war stark von Schnittstellen geprägt, jedoch ohne durchgängige Steuerungslogik oder einheitliche Prozesse.

Ausgangssituation und Herausforderung

Ausgangssituation

Im Zuge eines laufenden Restrukturierungsprozesses bestand die zentrale Zielsetzung darin, Transparenz über Projekte, Kennzahlen und Entscheidungsgrundlagen zu schaffen.

Insbesondere fehlte eine übergreifende Sicht auf:

  • Projektfortschritt
  • Kostenentwicklungen
  • Zeitpläne
  • Risiken in der Umsetzung

Konkrete Herausforderungen

Die Analyse zeigte insbesondere folgende strukturelle Schwächen:

  • fehlende Transparenz in Zahlen, Daten und Fakten
  • unklare Schnittstellen zwischen zentralen Funktionen und Regionen
  • keine durchgängige Steuerung der Projektentwicklung
  • fehlende Standardisierung von Prozessen entlang der Wertschöpfungskette
  • eingeschränkte Entscheidungsfähigkeit auf Management- und Geschäftsführungsebene

Diese Ausgangslage führte zu Verzögerungen, Ineffizienzen und erhöhten Risiken in der Projektabwicklung.

Zielsetzung des Interim Mandats

Strategische Ziele

Ziel war der Aufbau einer neuen Organisationseinheit „Operative Steuerung“, die als zentrale Instanz für Transparenz, Steuerung und Entscheidungsunterstützung fungiert.

Im Fokus standen:

  • Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Regionen und zentralen Bereichen
  • Schaffung einer einheitlichen Steuerungslogik für Projekte
  • Aufbau eines transparenten Projektprognoseprozesses
  • Etablierung eines durchgängigen Projekt-Zeitmanagements

Operative Aufgabenstellung

Der Auftrag umfasste die Konzeption und Implementierung aller notwendigen Prozesse entlang der Wertschöpfungskette:

  • Kalkulation
  • Einkauf
  • Projektentwicklung
  • Vertrieb
  • Übergabe an den Kunden

Ziel war eine durchgängige Integration dieser Bereiche in eine zentrale Steuerungslogik.

Transformation der operativen Steuerung

Maßnahmen und Vorgehensweise

Analyse von Organisation, Prozessen und Schnittstellen

Zu Beginn wurde ein tiefgehendes Verständnis der bestehenden Organisation aufgebaut:

  • Analyse der Unternehmenskultur
  • Bewertung bestehender Systeme und Prozesse
  • Identifikation kritischer Schnittstellen

Diese Phase war entscheidend, um tragfähige und akzeptierte Lösungen entwickeln zu können.

Entwicklung des Zielbildes „Operative Steuerung“

Gemeinsam mit dem Management wurde ein unternehmensindividuelles Konzept entwickelt:

  • Definition der neuen Organisationseinheit
  • Festlegung von Rollen und Verantwortlichkeiten
  • Entwicklung einer übergreifenden Steuerungslogik

Quick Wins zur schnellen Wirkung

Frühzeitig wurden Maßnahmen umgesetzt, die unmittelbaren Mehrwert liefern:

  • Standardisierung der Meetingstrukturen
  • Integration der Schnittstellen in den Projektentwicklungsprozess
  • Aufbau eines strukturierten Eskalationsprozesses

Dieser reichte von Fachbereichen über Regionen bis hin zur Geschäftsführung.

Aufbau zentraler Steuerungsprozesse

Auf Basis der ersten Erfahrungen wurden zentrale Prozesse entwickelt und implementiert:

  • Projekt-Zeitmanagement
  • Projektkostenverfolgung
  • ganzheitlicher Projektprognoseprozess

Diese bilden heute die Grundlage für eine aktive Steuerung aller Projekte.

Grünes Häkchen in einem Kreis (Bestätigungssymbol)
Ergebnisse und erzielte Erfolge

Operative Verbesserungen

  • Etablierung klarer Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette
  • strukturierte Zusammenarbeit zwischen zentralen Funktionen und Regionen
  • funktionierender Eskalationsmechanismus über alle Ebenen

Transparenz und Steuerungsfähigkeit

  • vollständige Transparenz über Projekte, Kosten und Zeitpläne
  • fundierte Entscheidungsgrundlagen für Management und Geschäftsführung
  • frühzeitige Identifikation von Risiken und Engpässen

Organisatorische Wirkung

  • Aufbau der neuen Abteilung „Operative Steuerung“
  • zentrale Vorprüfung von Entscheidungen für die Geschäftsführung
  • regelmäßiger und strukturierter Projektprognoseprozess

Das Unternehmen ist heute in der Lage, Projekte aktiv zu steuern statt nur zu reagieren.

Nachhaltigkeit und strukturelle Verankerung

Integration in die Organisation

Zur nachhaltigen Verankerung wurde die Organisationsstruktur angepasst:

  • Zuordnung der Organisationsentwicklung direkt zur Geschäftsführung
  • Etablierung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses

Sicherstellung der langfristigen Wirkung

  • laufende Überwachung und Weiterentwicklung der Prozesse
  • systematische Aufnahme von Verbesserungsvorschlägen
  • frühzeitige Identifikation von Reibungsverlusten

Damit wurde eine Organisation geschaffen, die sich kontinuierlich weiterentwickeln kann.

Erfolgsfaktoren des Mandats

Richtige Priorisierung im Change-Prozess

Die wichtigste Entscheidung im Projekt:

Zunächst das Management einbinden, Verständnis schaffen und gemeinsame Ziele definieren – bevor die Organisation in die Umsetzung geht.

Strukturierte Vorgehensweise

  • fundierte Analyse der Ist-Situation, insbesondere der Schnittstellen
  • enge Zusammenarbeit mit dem Management
  • Entwicklung von Lösungen in kleinen, fokussierten Arbeitsgruppen
  • klarer und detaillierter Implementierungsplan

Erfahrung und Umsetzungsstärke

Der Interim Manager brachte umfassende Erfahrung aus operativen Führungsfunktionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Immobilienbranche ein.

Dies ermöglichte:

  • schnelle Orientierung im Unternehmen
  • hohe Akzeptanz im Management
  • praxisnahe und umsetzbare Lösungen
Das Projekt zeigt eindrucksvoll, welchen Impact eine konsequent aufgebaute operative Steuerung auf die Leistungsfähigkeit eines Unternehmens haben kann.

Durch die Kombination aus struktureller Klarheit, prozessualer Integration und gezieltem Change Management konnte die Organisation nachhaltig transformiert werden.

Das Unternehmen verfügt heute über:

  • klare Steuerungsmechanismen
  • belastbare Entscheidungsgrundlagen
  • eine deutlich höhere Effizienz in der Projektabwicklung
Christian Iwansky
Interim Manager als Immobilienexperte
Interim Management für komplexe Transformationsprojekte

Gerade in Organisationen mit komplexen Schnittstellen und projektbasierten Geschäftsmodellen ist eine klare operative Steuerung entscheidend für den Unternehmenserfolg.

Erfahrene Interim Manager unterstützen dabei, schnell Transparenz zu schaffen, Strukturen aufzubauen und nachhaltige Veränderungen umzusetzen.

Sprechen Sie mit uns über Ihre aktuelle Herausforderung.