Ausgangssituation und Herausforderung
Ausgangssituation
Vor Projektbeginn war der Einkauf nicht als zentrale Steuerungseinheit etabliert. Beschaffungsvorgänge erfolgten weitgehend nach dem sogenannten „Gebrauchsprinzip“ – also dort, wo der Bedarf entstand.
Eine übergreifende Koordination, Transparenz oder strategische Steuerung war nicht vorhanden.
Konkrete Herausforderungen
Im Detail zeigten sich folgende strukturelle und operative Defizite:
- fehlende Transparenz über Kosten, Lieferanten und Beschaffungswege
- dezentrale und unkoordinierte Beschaffung ohne klare Zuständigkeiten
- keine strategische Lieferantensteuerung
- hohe Abhängigkeit von einzelnen Schlüssellieferanten (z. B. Stahlbau, Montageleistungen)
- keine Zielvorgaben für Lieferanten (z. B. Budgets oder Zielpreise)
- Vorkalkulation im Vertrieb basierend auf Vergangenheitswerten und Annahmen statt belastbarer Daten
Diese Ausgangslage führte zu Ineffizienzen, erhöhten Kosten und eingeschränkter Steuerungsfähigkeit im Projektgeschäft.
Zielsetzung des Interim Mandats
Strategische Ziele
Ziel des Mandats war es, den Einkauf von einer rein operativen Funktion zu einer zentral gesteuerten, strategischen Einheit weiterzuentwickeln.
Im Fokus standen:
- Schaffung von Kostentransparenz
- Reduzierung von Lieferantenabhängigkeiten
- Aufbau einer nachhaltigen Einkaufsstrategie
- Stärkung der Verhandlungsposition gegenüber Lieferanten
Operative Aufgabenstellung
Der Interim Manager übernahm die Verantwortung für die Strukturierung und Steuerung des Einkaufs.
Kernaufgaben waren:
- Bündelung und Koordination aller Beschaffungsvorgänge
- Einführung standardisierter Einkaufsprozesse
- Aufbau eines transparenten Kosten- und Materialsystems
- Entwicklung und Umsetzung einer Mehrlieferantenstrategie
- Durchführung von Preisverhandlungen und Optimierung der Zahlungsbedingungen