Wenn der Pool überläuft – Wie Interim Manager die Provider stürmen

Wenn man die aktuelle Marktsituation betrachtet, so scheint der Beruf des Interim Managers der neue In-Beruf zu sein. Täglich erreichen uns als Provider zahlreiche Anrufe verschiedenster Interim Manager und Newcomer mit der Bitte, in unseren Pool aufgenommen zu werden. Eine regelrechte Flut ist es, die uns da erreicht. Bestimmt kennen Sie den Film „The day after tomorrow“, wenn nicht, sollten Sie diesen definitiv einmal gucken. Wenn Sie dann bei der Szene angelangt sind, in der New York im Meer versinkt, können Sie ja einen kurzen Augenblick an uns Provider denken. Würden wir an dieser Stelle jedem Bewerber grünes Licht geben, so würde unser Pool an Interim Manager überlaufen. Tut uns als Provider nicht weiter weh! Für viele Provider scheint diese Problematik auch nicht zu existieren und manche von ihnen sind sogar stolz darauf, über einen Ozean an Interim Manager zu verfügen.

An dieser Stelle grenzen wir Interim Profis uns ganz deutlich ab und sagen, dass darunter nicht nur die Interim Manager, sondern auch die Kunden leiden. Schnell verlieren die Provider bei einem zu großen Pool an Interim Managern den Überblick und können Anfragen ihrer Kunden nicht mehr professionell bedienen, da sich die Provider gar nicht mehr bewusst sind, wer bei ihnen so alles mit schwimmt.

Auch Interim Manager sollten bei einer Absage eines Providers nicht gleich den Kopf hängen lassen, sondern viel mehr froh darüber sein, dass einige Provider noch einen limitierten Pool an Interim Managern pflegen. Denn es ist ja klar, dass, je kleiner das Schwimmbecken des Providers ist, desto höher die Chance ist, dass Sie als Interim Manager beim nächsten Kunden am Haken hängen und ein Mandat erhalten. Schließlich haben Sie nichts davon in einem Pool mit unzähligen anderen zu schwimmen, ohne auch einmal rausgefischt zu werden. Vergleichen können Sie das mit kuscheligem Planschen im Sommer bei 35 °C in Freibad vergleichen – definitiv kein schönes Erlebnis. Da möchte man gar nicht erst mit schwimmen und genau das sollten Sie als Interim Manager auch bei überlaufenden Pools nicht!

Die beschriebene Problematik ist mittlerweile weitgehend bekannt und sollte für Kunden und Interim Manager stets ein Warnsignal darstellen, sich eventuell doch nach einem anderen Provider zu erkundigen. Die Tendenz zu limitierten und immer aktuell gehaltenen Pools an Interim Managern wird sich in den kommenden Jahren definitiv weiter durchsetzen. Wir pflegen diesen schon jetzt und sind stolz darauf, unsere Interim Manager persönlich zu kennen.

4 Kommentare zu “Wenn der Pool überläuft – Wie Interim Manager die Provider stürmen

  1. Hallo,
    mit Erstaunen habe ich den Artikel gelesen. Meine Wahrnehmung ist eine ganz andere.
    Ich habe noch nie soviel Anfragen von Providern erhalten wie in den letzten Monaten, mehrere pro Woche. Mir schien eher die nachfrage nach Interim Manager hat deutlich zugenommen,
    ein Schwimmen im überfüllten Pool konnte ich nicht feststellen.
    Es gibt allerdings einige wenige Provider, die einen mit viel Aufwand aufnehmen und dann hört man nie mehr was, geht Kollegen genauso. Wer ist schon gerne eine Poolleiche…
    In diesem Sinne beste Grüße und alles Gute für 2017
    Axel Zimmermann, BPM Consulting

  2. So erzeugt man Klasse und das finde ich gut. Diese überzähligen Anfragen von Providern die keiner wirklich braucht sollte man besser nicht ernst nehmen. Ich kenne niemanden der dort je angeheuert hat.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit einem Sternchen markiert *