Interim Profis auf dem 16. deutschen Eigenkapitaltag in Berlin

Auf Einladung des Bundesverbands Deutscher Beteiligungsgesellschaften (BVK) traf sich vor wenigen Tagen erneut das „Who-is-Who“ der deutschen und internationalen Beteiligungsbranche in Berlin.

In dem gewohnt beeindruckenden Ambiente des Jüdischen Museums in Berlin brachten die Veranstalter wieder sehr gute Referenten aus der Branche, der Politik und von Unternehmensseite auf die Bühne. Über 300 Teilnehmer hatten in den Pausen bei strahlendem Sonnenschein auf der Terrasse und im Park die Gelegenheit zum Netzwerken und fachlichen Austausch.

Einige Informationen des Tages:

– Aktuell sind ca.1 Mio. Arbeitsplätze in Deutschland in Unternehmen, die teilweise oder komplett durch deutsche Kapitalbeteiligungsgesellschaften finanziert werden

– Sehr positiv befindet die Branchenvertretung, dass seit 2014 die KfW wieder deutlich verstärkt als Anker-Investor am Kapitalbeteiligungsmarkt agiert.

– Januar 2015 hat der BVK selbst einen Entwurf zu dem im Koalisationsvertrag verankerten Venture-Capital-Gesetz eingereicht und öffentlich vorgestellt. Diese Diskussionsgrundlage, die Maßnahmen für die Interessensgruppen der Fondsinvestoren, Fondinitiatoren und Unternehmen vorsieht, ist von allen Seiten- inkl. der Parteien des Bundestages- sehr positiv bewertet worden.

– Daraus entsteht die Hoffnung, dass vielleicht noch in diesem Jahr mit einer positiven Gesetzesänderung gerechnet werden könnte.

– Alle Teilnehmer aus den zahlreichen Gesprächsrunden wünschen sich, dass Deutschland in Zukunft eine Gründerrepublik werden soll und dass die Mittelstandsfinanzierung via Eigenkapital durch die zahlreichen Kapitalbeteiligungsgesellschaften weiter an Bedeutung gewinnen muss.

Intensiv wurde auch wieder mal diskutiert, warum wir in Deutschland so wenig IPO´s in den letzten Jahren gesehen haben ….und vermutlich auch weiterhin keine sehen werden. Laut Meinung von Dr. Cord Gebhardt von der Frankfurter Börse, liegt es vorrangig nicht an den monierten administrativen Hürden, die Unternehmen überspringen müssten. Diese seien z.B. in den USA, wo der Gang an die Börse scheinbar das Standard-EXIT-Procedere für erfolgreiche Unternehmensbeteiligungen sei, genau so kompliziert. „In Übersee sind die Börsenbestimmungen und Anforderungen mindestens ebenso komplex!“, meinte Dr. Gebhardt. Viel mehr sind es wohl ehr „weichen“ Faktoren, wie eine völlig unterschiedliche Mentalität in der Eigenwahrnehmung deutscher und amerikanischer Geschäftsführer bzw. Vorstände. So ist es in den USA ein Top-Karriere-Ziel, der CEO eines börsennotierten Unternehmens zu sein. In Deutschland dagegen hat der Vorstand eines inhabergeführten Familienunternehmens eine deutlich bessere Reputation. Und Familienunternehmen wünschen sich eben immer noch keine Einmischung von Außen und wollen ihre Entscheidungen nicht vor Aufsichtsräten oder Aktionären verteidigen müssen.

Auf dem Podium stellte sich auch die Frage, ob die Beteiligungsbranche es nicht grundsätzlich schwer hat in Niedrigzins-Zeiten, denn Fremdkapital ist sehr günstig von der Hausbank zu bekommen. Hierzu meinte Herr Dr. Sonnfried Weber von der Bayrischen Beteilungsgesellschaft, dass ihm persönlich deshalb Unternehmen am liebsten sind, die bereits Finanzierungskrisen mit Hausbanken aus eigener Erfahrung kennen. Denn diese Unternehmer wissen, wie krisenanfällig zinsniedrige Hausbank-Kredite sein können.

In Richtung der Politik ging die Aufforderung, durch gezielte steuerliche Anreize die Geldflüsse des Eigenkapitalmarktes in Bewegung zu setzen.

In der gesamtwirtschaftlichen Betrachtung von Professor Rürup stand die Frage: Wie kann eine Gesellschaft im demographischen Wandel gemeinsam erfolgreich altern. Als zusätzliches Hemmnis sieht er die abnehmende Unternehmenseffizienz und das damit einher gehende  „negativen Produktivitätswachstums“.  Kleine Korrekturen reichen Zeiten von schrumpfender Anzahl von Erwerbstätigen schon lange nicht mehr. Er forderte mit einer „schöpferischer Zerstörung“ eine neue Ausrichtung des Wirtschaftsstandort Deutschlands. „Nur technologischer Fortschritt kann den Arbeitskräftemangel und der sinkenden Effizienz langfristig entgegen wirken,“ sagte Bernd Rürup.

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