Diskussion TAGESSATZ – Qualität kostet, auch im INTERIM Management

Gespräche über anstehende Mandate enden oft mit dem Satz: „Jetzt noch zu dem unangenehmen Teil – wie sieht es denn mit dem Tagessatz des Interim Managers aus?“ Unsere Gegenfrage lautet dann ganz klar: „Wieso denn unangenehm?“ Qualität hat seinen Preis und so auch unsere hoch qualifizierten Interim Manager. Letztendlich erwirtschaften diese auch in der Regel mehr als das Dreifache Ihres Preises für das Unternehmen und geben ihr Know-how an die bestehende Belegschaft weiter.

Der Entschluss einen Interim Manager zu engagieren

Jeder, der zu dem Entschluss kommt, einen Interim Manager für einen vorübergehenden Zeitraum zu engagieren müsste doch über die allgemeinen Tagessätze eines Interim Managers Bescheid wissen. Auch Google hilft einem da unter Umständen eine ganze Ecke weiter und sagt: Tagessätze zwischen 500€ bis 1300€ zuzüglich Provider Provision, Reisekosten und Mehrwertsteuer seien je nach Umfang des Mandats die Regel. Im unteren Bereich sehen wir da aber eher Fachexperten oder kleinere Teamleiterfunktionen. Nach oben besetzten wir auch größere Projekte in umfangreichen Sanierungssituationen oder auf Geschäftsführungs- bzw. Vorstandsebene, wo die Tagessätze teils deutlich darüber liegen können. Unser Branchenverband DDIM (Dachgesellschaft deutsches Interim Management) geht von ca. 1000 – 1300 Euro Tagessatz aus. Pauschal gilt aber die folgende „Faustregel“: ca. 1% vom Brutto-Jahresgehalt (ohne Bonuszahlungen, Personalgewinnungs- bzw. Managertrennungskosten oder einen Firmenwagen), welches ein fest angestellter Manager in dieser Funktion erhalten würde.

Wirtschaftliche Verluste aufgrund von Projekt Verzögerungen

Damit sind Interim Manager noch nicht mal doppelt so teuer wie die fest angestellten Manager, wenn man die anderen Kosten oben drauf rechnet. Außerdem sind sie nur halb so teuer im Vergleich zu Unternehmensberatern. Trotzdem erscheint es manchem Unternehmen beinahe die „Sprache“ zu verschlagen, was wir besonders bei Mitarbeitern der HR-Abteilung immer wieder erleben. Vielleicht liegt es daran, dass sich die wenigsten Mitarbeiter mal die Mühe gemacht haben, ihren eigenen „Tagessatz“ auszurechnen? (Anmerkung: wobei hier allerdings sehr wenige wissen, wie viele durchschnittliche leistungserbringende Arbeitstage ein Mitarbeiter ohne Urlaubs- und Krankheitstage tatsächlich hat)

Jedoch am Ende ist der Vergleich mit Gehaltsstrukturen völlig irrelevant. Denn wir Interim-Profis empfehlen unseren zweifelnden Kunden an dieser Stelle immer gern, sich die anfallenden Verluste, die ein Nicht-Besetzen der offenen Stelle zur Folge hätte, zu visualisieren. Spätesten dann wird ihnen deutlich, dass ein Interim Manager mit einem Tagessatz von ca. 1.000€ doch eine wesentlich günstigere Variante darstellt. Es sollte schließlich nie vergessen werden, wofür ein Interim Manager beauftragt werden soll. Es sind große wirtschaftlich relevante Aufgaben, die dieser zu bewältigen hat. Und die Unternehmen haben in den vergangenen Geschäftswochen meist feststellen müssen, dass ein Nicht-Besetzen der offenen Stelle keine Option ist.

Wie so viele Dinge im Leben hat auch ein guter Interim Manager seinen Preis. Und bestimmt, gibt es irgendwo einen anderen Interim Manager, der das Mandat für weniger Geld übernehmen würde. Doch Qualität muss bezahlt werden. Nur so kann hochwertige und zielführende Arbeit erwartet werden. Interim Manager zu Discountpreisen können Ihnen keine individuellen und hoch qualifizierten Leistungen- passend für Ihre Unternehmenssituation- bieten. Sie sollten sich also von Anfang an gut überlegen, was Ihnen die Arbeit des Interim Managers Wert ist und dementsprechend handeln. Ansonsten kommt es nicht allzu selten vor, dass Unternehmen am Ende doppelt zahlen und doch den hochwertigen Interim Manager engagieren müssen, der zudem die verpfuschte Arbeit des Discounters auch noch geradebiegen muss.

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Ein Kommentar zu “Diskussion TAGESSATZ – Qualität kostet, auch im INTERIM Management

  1. Interessant, das 1% Modell habe ich bisher nicht gekannt. Ich werde diesen Ansatz in Zukunft bei der Bestimmung des Tagessatzes beiziehen. Die Fakten und die entsprechende Argumentation ist folgerichtig, dem Gesprächspartner in der Regel einfach zu wenig bewusst.
    Der Artikel gefällt mir sehr gut.

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