Das 16-Punkte-Manifest der Pharma Branche

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Vor wenigen Wochen hat die Bauer Media Group wichtige Vertreter der Pharma Branche zu einem Symposium nach Hamburg eingeladen. Unter den Teilnehmern waren Ärzte, Apotheker, Krankenkassen, Krankenhäuser und Hersteller, die gemeinsam über die Zukunft der Pharmazie sprachen, Entstanden ist ein Pharma-Manifest, das Orientierung bieten und erste Antworten auf die drängendsten Fragen liefern soll.

Auch vor der Pharmaindustrie macht die Digitalisierung nicht halt. So diskutierten die Branchenvertreter um die Herausforderungen durch verändertes Patientenverhalten wie die ständige Selbstoptimierung durch die abertausende von Fitness- und Gesundheits-Apps und über „Dr. Google“, wo Patienten online nach Diagnosen und den richtigen Medikamenten selbst suchen. Aber auch grundsätzliche Zukunftsfragen wurden gestellt: Gibt es in einigen Jahren überhaupt noch stationäre Apotheken? Oder werden die in der Informationsmasse, die das Internet bietet, sogar wichtiger als jemals zuvor, weil irgendwer Orientierung bieten muss? Wie entwickelt sich die personalisierte Diagnostik aufgrund von Gensequenzierung?

Das Ziel der Veranstaltung war das Erstellen eines gemeinsamen Manifestes. Hierzu stellten verschiedene Referenten, darunter ein Soziologe, ein Medienwissenschaftler und ein Unternehmensberater, in kurzen Vorträgen jeweils fünf Trendthesen vor. Im Anschluss stimmten die Gäste ab. Jede Thesen, die mindestens 20 Prozent Zustimmung erhielten, wurden in das Manifest aufgenommen.

Entstanden sind die folgenden 16 Thesen für die Pharma Branche:

  1. Wir benötigen mehr echte Improvisation, die sich primär auf das Nicht-Etabliert-Schematische, das Noch-Nicht, das rein Mögliche einlässt.
  2. Zukünftige Senioren werden zur heterogensten Zielgruppe, die sich überhaupt denken lässt.
  3. Der freie Zugang zu relevanten Gesundheitsinformationen verändert den Patienten vom Gesundheitsempfänger zum Selbstoptimierer.
  4. Patienten haben heute weniger denn je ein Informations-Defizit und mehr denn je ein Entscheidungskompetenz-Defizit. Dadurch steigt die Bedeutung von Arzt und Apotheker.
  5. Das Pharma-Geschäftsmodell wird sich von produktzentriert zu patientenzentriert verändern.
  6. Apotheken werden näher auf den Patienten zugehen. Nur empathische Apotheken sind gute Apotheken.
  7. Apotheken werden sich differenzieren. Nicht mehr alle Apotheken werden alles anbieten. Sie werden sich Schwerpunkte suchen (zum Beispiel Sportpatienten – Anm. d. Red.) und ihr spezifisches Dienstleistungsangebot ausbauen.
  8. Die digitale Disruption des Gesundheitsmarktes wird getrieben durch drei Faktoren: die wirtschaftlichen Zwänge des Gesundheitssystems, digitale Technologie, selbstbestimmte Millennial-Konsumenten.
  9. Die Digitalisierung der Gesellschaft sorgt dafür, dass die Zukunft ganzheitlicher Gesundheitsmarken mit starkem Lifestyle- und Community-Charakter gehört, die alle Bereiche des Healthcare- und Pharma-Marktes abdecken und vernetzen.
  10. Die Digitalisierung der Wirtschaft und des Gesundheitsmarktes werden branchenübergreifende Fusionsbewegungen historischen Ausmaßes zur Folge haben.
  11. Alle Teilnehmer des Gesundheitsmarktes werden im Rahmen der Digitalisierung ihr Selbstbild verändern – weg von Produzenten und hin zu Lösungsanbietern. Dadurch verschiebt sich die Betrachtung des Patienten hin zum Kunden und Verbraucher.
  12. Glaubwürdigkeit wird zum unschätzbaren Gut.
  13. Alles muss heute auch öffentlich vertretbar sein.
  14. Unternehmen wachsen durch kundenzentrierte Kooperationen schneller als durch Wettbewerbsorientierung.
  15. Kooperation ist eine unabdingbare Haltung. Sie verändert Unternehmen von innen – sie gestaltet Marktgeschehen außen neu.
  16. Der Charakter der Kooperation zeigt sich darin, inwieweit sie auf 5 gleichgewichtige Säulen baut: modulare Marktleistung, psychisch-mentales Customer Centricity, soziale Gemeinschaft, spirituelle Ethik, kooperative Führung = die Kooperations-DNA.

Viele dieser Ansätze kehren bisherige Sichtweisen ins Gegenteil um. Der dadurch erforderliche Veränderungszwang verlangt Changement-Kompetenzen und Veränderungswille über alle Unternehmensbereiche hinweg. Das ist nicht leicht, aber es wird der einzige Weg in die Zukunft aller Banchenplayer und der einzelnen Unternehmen sein. Wer diese Chancen jetzt nicht erkennt und ergreift, wird vielleicht auf Dauer seine Marktberechtigung verlieren.

Sind auch Sie in einem Unternehmen der Pharma Branche tätig und suchen neue Ideen für die Zukunft? Oder fehlt Ihnen für eine zukunftsweisendes Projekt das Wissen und interne Management-Kapazitäten? Dann freuen wir uns hier auf Ihre Kontaktaufnahme.

Über die Interim Profis

Wir Interim Profis vermitteln erfahrene Interim Manager in vorwiegend mittelständisch geprägte Unternehmen, die aufgrund unterschiedlichster Faktoren aktuell nicht genügend Management – Ressourcen zur Verfügung haben…oder sich für einen befristeten Zeitraum in einem Projekt verstärken wollen. Wir sind branchenunabhängig und international tätig. Dabei stehen wir zu 100% hinter unserem Firmenmotto: Schnell, fair und effizient!

Bei der Auswahl unserer handverlesenen Führungspersönlichkeiten ist uns Wissen, Erfahrung und nachweisbare Erfolge aus abgeschlossen Projekten besonders wichtig. Dafür bedarf es absoluter persönlicher Integrität,  maximaler Zielorientierung  und der Fähigkeit, konstruktiv im Team zusammen zu arbeiten. Somit arbeiten wir auch nur mit echten Interim Profis zusammen.

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