Neujahrsevent des Private Equity-Forum NRW

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Im Januar lud das Private Equity Forum NRW zum alljährlichen Jahresevent in die IKB-Bank ein. Spannende Vorträge über das vergangene Private Equity – Jahr und die Aussichten auf 2016 bestimmten natürlich auch dieses Jahr wieder die Inhalte der Fachreferenten.

Zunächst galt der Blick auf den Themenbereich Risikokapital und VC´s. Hierbei ist (immer noch) im weltweiten Vergleich bedenklich, dass 75 % aller VC-Fonds kleiner als 70 Mio.€ Investionssumme sind. Und damit sind sie eindeutig zu klein für internationale Investoren. Es müssten deutlich mehr Fonds mit einer Summe größer als 250 Mio€ am Markt platziert werden. Mit Spannung schaut deshalb auch die deutsche VC-Branche nach Brüssel: Denn bis zum Sommer will der EU-Finanzmarktkommissar Hill neue Konzepte für einen europaweiten Risikokapital-Dachfonds (Venture Capital Fund of Funds) ausarbeiten und einen Gesetzesentwurf vorlegen. Dieser soll dann den bestehenden EU-Rechtsrahmen für Risikokapital (EuVECA) neu zu regeln.

Die IKB-Bank mit neuem Debt-Fond für den Mittelstand am Markt

Im Anschluss stellte der Hausherr der IKB Michael Wiedmann den neuen IKB Debt-Fond für mittelständische Investitionen vor. Für den Fond konnten 475 Millionen Euro – auch von großen Investoren eingesammelt werden. Bereits knapp 100 Mio wurden bereits erfolgreich investiert. Der Fonds gibt mittelständischen Unternehmen die Möglichkeit, Fremdkapital mit einer Laufzeit von sieben bis zehn Jahren aufzunehmen- was eine relativ lange Finanzierungsdauer bedeutet. Unter den großen Investoren befinden sich z.B. mit der Generalie, der NN Group und der Gothaer auch Versicherungen und Pensionsfonds, die von der Kreditnachfrage solider Mittelständler profitieren und entsprechende Renditen erzielen wollen. Mit der Gesamtsituation der IKB zeigt sich Michael Wiedmann zufrieden, denn im 1. Halbjahr des Geschäftsjahrs 2014/2015 liegt der Konzernüberschuss mit 73 Millionen Euro wieder im positiven Bereich. Dass die Bank den Mittelstandsfonds jetzt erfolgreich schließen konnte, sehen alle als weiteren kleinen Schritt zur Erholung der Bank. So ist auch der derzeitige Eigentümer, der US-Investor Lone Star, zufrieden. Es zeigt sich, das auch mit einem als „Heuschrecke“ verschrien Investor eine nachhaltige Sanierung gelingen kann.

Die angestrebte Kapitalmarktunion in Europa

Dörte Höppner, die Chefin des europäischen PE-/VC-Verbands InvestEurope (ehem. EVCA) trägt aktuell den Titel des „Most Influencer of Capital Markt“. Mit knapp 25 Mitarbeitern in Brüssel liefern InvestEurope u.a. Daten und Zahlen für die Politik und kämpfen täglich gegen die Regulierungsflut der EU. Ziel ist die sogenannte Kapitalmarktunion, einem zentralen Baustein der europäischen Finanzintegration. Hiermit soll der innereuropäische Kapitalmarkt harmonisiert werden. Der Aktionsplan schlägt insgesamt 33 konkrete Maßnahmen vor, die unter anderem die Schaffung von mehr Anlagemöglichkeiten, eine bessere Finanzierung der Realwirtschaft, ein stärkeres und krisenfesteres Finanzsystem, eine vertiefte Finanzintegration sowie einen stärkeren Wettbewerb in der EU ermöglichen sollen.

Die Zahlen von InvestEurope sagen z.B. dass weiterhin die Hedge Fonds mit 14% , Real Estate mit 33 % und PE mit 39% die wichtigsten Anlageklassen der internationalen Investoren sind. Weiterhin ist insgesamt sehr viel Kapital bei den internationalen und institutionellen Investoren vorhanden. Die Anzahl der Exits waren auch 2015 ebenfalls stabil. Im VC-Umfeld gibt es aktuell 13 europäische Unicorns, also Unternehmen mit einer aktuellen Bewertung über 1 Mrd. $. In den USA sind es allerdings 22. Mit DeliveryHero, HelloFresh und home24 sind (noch) drei deutsche Unternehmen darunter. Mit Rocket Internet und Zalando gingen ja zwei Unicorns 2014 an die Börse. Noch ein Vergleich: Alle europäischen Unicorns bringen es zusammen auf knapp 120 Mrd.$- Bewertung, während allein das amerikanischer Uber es schon auf über 50 Mrd. $ bringt. Offen bleibt aber auch 2016, ob diese hohen Bewertungen bei allen überhaupt gerechtfertigt sind.

Motivation in Außnahmesituationen

Zum Schluss gab es dann aber auch noch Nachdenkliches, indem mit Verena Bentele die vierfache Weltmeisterin und zwölffache Paralympics-Siegerin im Biathlon und Langlauf sprach. Die blinde Leistungssportlerin sprach über Mut, Spitzenleistungen und Erfolg, aber auch über Grenzerfahrungen, Pech und Rückschläge. Eindrucksvoll schilderte sie, wie sie mit Selbstmotivation, Teamfähigkeit und Disziplin wieder nach oben kam. Sie selbst zeigte, wie man diese Erfahrungen vom Sport in den Berufsalltag transportieren kann. Denn jeder von uns leidet unter persönlichen Unzulänglichkeiten und Handicaps, aber mit der richtigen Grundhaltung kann man über seine Grenzen hinauswachsen. Frau Benteler selbst tut dies jeden Tag in ihrem neuen Job in Berlin: Sie ist seit 2014 Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen.

Wie jedes Jahr war dies eine gelungene Veranstaltung, die gute Impulse für das neue Private-Equity-Jahr brachte. Schauen wir gemeinsam, was es bringen wird und stellen uns diesen Herausforderungen.

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